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Taxifahrt zur Krankenbeförderung

Oh man, und ich dachte nach 2 Monaten wäre endgültig alles geklärt.
Also, alles fing damit an , dass ich am 11.6.2015 ein Luxation des linken Hüftimplantates hatte. Zusätzlich gibt es eine Vorschädigung des Nerves, seit einer Hüftoperation 12.2013, welches zu einer Fußheberschwäche führte. Seit 1990 habe ich in Stresssituationen eine aufkommende dissoziative Bewegungsstörung, welche meine Gehfähigkeit und Sprechfähigkeit massiv beeinflusst.
Nachdem ich also die Ausrenkung der Hüfte hatte, konnte ich nicht selber Auto fahren, und wegen der Somatischen Beschwerden ( Verkrampfung des Körpers) auch keine öffentlichen Verkehrsmittel, benutzen.
Was macht man also, man versucht sich Hilfe zu holen.

Zunächst fragt man bei gemeinnützigen Organisationen nach. Die können aber leider nicht so handeln , wie ich es benötige. Dann also bei der Krankenkasse nachfragen. Die sagen also, nur bei Dialyse oder Chemo bekäme man einen "Taxischein".
Da ich aber mehrfachgeschädigt bin, solle ich zunächst eine Verordnung des Arztes einholen, zu dem ich regelmäßig gehen müsse.
Von welchem denn nun, dem Schmerztherapeuthen, dem Orthopäden, dem Gesprächtherapeuten, oder dem Hausarzt, der ja die Überweisungen ausstellt?

Naiv , wie man nun einmal als Patient am Anfang ist, rief ich also beim Hausarzt an und fragte nach einem "Taxischein", dieser , so bestätigte man mir, läge dort für mich bereit.

Nachdem ich nun ein Taxi bestellte, fuhr ich zum Arzt. Dort angekommen, wollte der Taxifahrer nun Geld haben. Ich vollkommen überrumpelt erklärte nur, der "Taxischein" läge in der Praxis bereit. Dort hörte ich nun zum ersten Mal von einer einzuholenden Genehmigung der Krankenkasse.
Als ich ihnen sagte , dass ich nicht so viel bei mir hätte, um die Hin- und Rückfahrt zu bezahlen, meinten die netten Arzthelferinnen nur, sie konnten ja nicht wissen , dass ich keine Kenntnis davon hatte und das ich, wenn ich ins Krankenhaus ginge, ja auch, nach Erhalt der Überweisung, alles weitere selber machen müsse.
Für mich war es aber, als wenn ich nach Verordnung einer Massage erst die Krankenkasse um Erlaubnis fragen müsse, bevor ich die erste Behandlung in Anspruch nehmen kann.

Nun denn, ich also mit dem Hausarzt ( leider war es der, der mit meinem die Praxis teilt) darüber gesprochen und das ich einen "Taxischein" für Mehrfachfahrten benötige.
Netter Weise wurde mir einer ausgestellt...Endlich...alles in "Trockenen Tüchern".
Ich setzte mich daraufhin nochmals mit der Krankenkasse in Verbindung. Dort empfahl man mir, noch einige Zeilen über die Komplexität meiner Beschwerden und warum ich die Beförderung benötige, auszustellen. Dies tat ich dann UND ich bekam die Erlaubnis.
Es war wirklich eine Erleichterung für mich.
Beim durchlesen der Verordnung las ich allerdings , dass diese nur für Eine Fahrt pro Woche gültig ist.
Also rief ich wieder die Krankenkasse an, die gaben an , das es kein Problem wäre, diese Verordnung zu korrigieren.
Ich also wieder zum Hausarzt, das war nun gestern am 18.08.

MEIN Hausarzt sagte daraufhin, wie kommt es , dass sie eine Genehmigung erhalten haben? ICH war echt überrascht! Natürlich erzählte ich ihm nochmals von meinen komplexen Beschwerden und das ich eben dadurch NICHT Auto / oder mit den Öffentlichen fahren könne.
Seine Antwort: Der, zu Dem sie fahren müssen, soll eine Verordnung schreiben.
Er hätte sich in der Vergangenheit schon so oft aus dem Fenster gelehnt, das er sich mit 150 000 Euro Schadensforderung fast ruiniert hatte.
So saß ich dann wieder da, wie vor eine Wand gesetzt.
Zumindest hatte er sich , wenn auch widerstrebend, mit der Krankenkasse auseinandergesetzt und mir im Anschluss mitgeteilt, dass ich jetzt wirklich von jedem Arzt eine Erklärung einfordern soll, wie oft ich bei ihnen in Behandlung kommen müsse.
Heute werde ich nun meine erste kassenärztliche Fahrt machen und die erste "Verordnung " einfordern. Nächste Woche dann zum Schmerztherapeuten, dann noch einen Termin beim Orthopäden in der Übernächsten Woche usw.

Ich habe heute morgen nochmals bei der Krankenkasse angefragt, die meinte , als ich sie fragte, ob nicht auch der medizinische Dienst dies befürworten kann... NEIN, es müsse jeder Arzt einzeln den notwendigen Behandlungsrahmen angeben.


ICH arbeite also daran und werde weiter berichten.

18.8.15 11:03

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